Wow, wie die Zeit vergeht, wenn man gar nicht auf die Zeit
schauen muss :-) Nun sind schon wieder einige Tage vergangen und wir haben Einiges
gesehen hier im wundertollen New Zealand. Aber nun blenden wir gerne nochmals
zurück und lassen euch eintauchen in die wunderbare Landschaft.
Die Doubtful Sound Cruise war also einsame Spitze, denn das
Wetter war uns wohlgesinnt. Das heisst als wir mit dem Boot lostuckerten verzog
sich der Dunst und wir fuhren in die Sonne hinein über den Lake Manapouri. Dann
mit dem Bus durch den Dschungel auf die zweite Bootstour raus zur Tasman Sea.
Unterwegs begleiteten uns teilweise die Delfine und draussen vom Meer her sahen
wir Neuseeland wie anno dazumal James Cook, als er zum ersten Mal in Neuseeland
anlegte. Das schöne Wetter hat nicht nur seine Vorteile, denn beispielsweise,
sind die Wasserfälle etwas lahm, das Meer war zu ruhig und es fehlte die
Süsswasseroberfläche auf dem Salzwasser, die dem Wasser eine besondere Farbe
verleiht. Alles kann man eben nicht haben :-) Dafür konnten wir den Robben /
Seelöwen beim sonnen zuschauen.
Seals am sonnen und faulenzen
Doubtful Sound
Am Montag stand dann die Wanderung zur Luxmore Hut auf dem
Programm, um die Aussicht auf die beiden Seen Manapouri und Te Anau zu
geniessen. Der Aufstieg war anstrengend und bewundern konnten wir nur den
schönen Farnwald und die schwitzenden und ächzenden anderen Touris, die sich
zur Hütte hinauf kämpften, denn die Bäume verdeckten uns die ganze Aussicht.
Als wir die Waldgrenze hinter uns gelassen hatten, waren wir froh, dass es
vorher nur durch den Wald ging, denn die Sonne brannte und ohne Wald wäre ich
wohl nicht oben angekommen und hätte die wunderbare Aussicht nicht geniessen
können. Wenn man so durch den Wald und über die Fläche wandert kommt man sich
echt vor wie Frodo bei Lord of the Rings, obwohl genau auf diesem Hogger nicht
gedreht wurde. Nach 7 Stunden – gleicher Weg retour - waren wir dann wieder am
Ausgangspunkt und Mike schleppte mich abends noch ins Village, obwohl ich meine
Beine kaum noch spüren konnte… Aber erstaunlicherweise war am nächsten Tag nix
mit Muskelkater!
Der erste Lichtblick aus dem Farnwald
Blick auf den Lake Te Anau
Und schon hiess es „Queenstown wir kommen!!“. In der Action
Metropole wollten wir etwas Action Luft schnuppern und es uns zwei Tage gut
gehen lassen. So geplant so getan :-) Gleich nachdem wir unseren lieben FQT auf
seinem Schlafplätzchen abgestellt hatten gingen wir ab ins Zentrum und machten
uns auf die Suche nach einem Jetboat Trip für Mike. Er war zwar etwas
unentschlossen, aber dann ging alles plötzlich schnell und schon hatte er eine
Schwimmweste an und befand sich im gelben Jetboat und ab gings hinaus auf den
See und die beiden Flüsse. Was er unterwegs erlebt hat, müsst ihr ihn schon
selbst fragen, denn ich blieb auf festem Boden und hab mich durch die
Ladenstrassen von Queenstown geschlängelt und es mir anschliessend am Strand
bequem gemacht :-) bevor ich dann den 360 in Ufernähe versuchte auf einem Bild
festzuhalten. Zusammen sind wir dann auf Shoppingtour und haben unser Gepäck
ein klein bisschen verschwert…
Mike & the Jetboat
Am zweiten Tag Queenstown sind wir dann mit der
Gondel – beim Einsteigen bitte schön Lächeln für das Erinnerungsbild – auf die
Skyline und haben den Blick auf Queenstown von oben genossen. Damit wir aber noch bessere Sicht auf den Lake
Wakatipu hatten sind wir noch auf dem Lomond Trail in die Höhe gewandert. Zuerst
haben wir aber noch die beiden Rodelbahnen getestet, die eher wie eine
Go-Kart-Downhill-Bahn war, aber flitzig war es allemal :-) Eines können die
Neuseeländer aber noch von uns Schweizern lernen und zwar mehr Rundwanderwege
zu erschaffen :-) denn es ist nicht immer so lustig, wenn man bereits beim
Aufstieg weiss, wo es dann wieder runtergeht... Im Starbucks habe ich dann noch
die Kundenfreundlichkeit getestet, indem mein voller Frappuccino in hohem Bogen
das Weite suchte und ich die Überreste vom Boden aufwischen konnte.
Glücklicherweise hatte der Starbucks-Typ bedauern mit mir und ich bekam gratis
einen neuen Frappuccino :-)
Aussicht von der Skyline auf Queenstown
Am Donnerstagmorgen hiess es dann bereits um 7 Uhr
aufstehen, da wir 333 km vor uns hatten… Das frühe Erwachen wurde mit einem
wunderbaren Morgenrot und angenehmer Temperatur belohnt :-) So tuckerten wir
dann mit unserem erholten FQT zum Fox Glacier. Unterwegs bestaunten wir einen
Wasserfall, Regenwald, Meer und nervten uns ab den lästigen Sandflies, die uns
die Pausen so richtig vermiesten… Dafür reichte dann aber die Zeit noch um zum
Fox Glacier zu spazieren und zu staunen wie sich dieser extrem rasch
verkleinert. Ist es in der Schweiz möglich auf einem Gletscher Treppen zu
steigen, ohne Seil und Steigeisen sich fortzubewegen und dies alles erst noch
in kurzen Hosen? In Neuseeland ist dies möglich mit den Guides mit
überdimensionierten Pickeln ;-)
Fox Glacier
Und zum Abschluss des Tages sind wir noch um den Lake
Matheson spaziert und wollten das bekannteste und berühmteste aller Bilder von
Neuseeland auf unserer Kamera verewigen. Doch leider windete es und der See war
nicht spiegelglatt, so dass sich der Mount Cook und der Mount Tasman nicht so
super im See spiegelten, aber gute Bilder gab es trotzdem :-) Wir waren vor
allem froh, dass wir überhaupt etwas sahen, denn als wir in Fox Glacier ankamen
war es verhangen und die Berge waren kaum zu sehen und dann hat es für uns
extra aufgehellt… Ja, denn als wir im Restaurant sassen haben sich die dunklen
schweren Wolken vor die beiden Gipfel gesetzt und haben sich nicht mehr von der
Stelle gerührt.
Lake Matheson mit Mount Tasman & Mount Cook
Am Freitag sind wir dann zuerst mit den Touristen durch die
Steinwüste, welche der Franz Josef Glacier bei seinem Rückzug hinterlassen hat
gewandert und haben die obligaten Fotos vom Gletscher geschossen. Es ist schon
unglaublich wie bei diesen Temperaturen ein Gletscher überhaupt noch bestehen
kann… Unser FQT in Zusammenarbeit mit Mike brachte uns dann sicher zu den
Pancakes Rock und zu den Blowholes. Mike ist die kurvenreiche Küstenstrasse
entlang gebraust wie ein Verrückter, da er ja nicht bei Ebbe dort sein wollte…
Zum Glück, wir haben es geschafft und konnten doch noch ein paar Blows
begutachten. Zwar war es für die richtig guten etwas zu wenig stürmig, aber
einen Eindruck bekamen wir trotzdem :-) Ich sage euch, lasst nie etwas Essbares
auf den Boden fallen wenn Seagulls in der Nähe sind, bzw. habt dann sicher
nicht den Anstand es aufzuheben, denn dies führt zu einem Kampf mit den
Seagulls. Wer hat diesen wohl gewonnen? Ich bestimmt nicht...
Unterwegs zum Arthur`s Pass haben wir an einem kleinen
unscheinbaren See unseren FQT an den Strom angeschlossen und nicht schlecht
gestaunt, als es am Ende bald mehr Motorboote als Autos auf dem Platz hatte.
Der Lake Brunner hat sich als Wochenend-Destination der Neuseeländer entpuppt,
wo sie ihre grossen Motoren ins Wasser stecken und über den See flitzen können.
Pancakes Rocks
Ja und heute Samstag sind wir dann über den Arthur`s Pass
zurück an die Ostküste gefahren und haben mehr oder weniger direkt Kaikoura
angesteuert. Die Kilometer sind nur so geflossen… Bevor wir es uns dann in
unserem FQT gemütlich machten sind wir noch an die Beach zum Seals gucken.
Tatsächlich haben wir einige faule Seals angetroffen, die sich gemütlich
gesonnt und ausgeruht haben. Mike wurde dann noch zum Fotografen für ein
Seals-Modell, das sich so richtig vor der Kamera räckelte…
Fotomodell Seal
So und nun haben wir euch wohl wieder einmal genug
zugetextet und hoffen irgendjemand hat zumindest eine Zeile gelesen oder ein Bildchen angeschaut, so dass
sich unsere Investition ($ 5) fürs Internet gelohnt hat :-)
Wir wünschen euch ein tolles erstes Märzwochenende
:-)
Mike & Karin
fand die $5 gut investiert :D schön ein foto von euch "dreien" zu sehen ;)
AntwortenLöschenauch auf diesem weg alles gute zum geburtstag mike!