Samstag, 2. März 2013

Doubtful Sound - Kaikoura


Wow, wie die Zeit vergeht, wenn man gar nicht auf die Zeit schauen muss :-) Nun sind schon wieder einige Tage vergangen und wir haben Einiges gesehen hier im wundertollen New Zealand. Aber nun blenden wir gerne nochmals zurück und lassen euch eintauchen in die wunderbare Landschaft.

Die Doubtful Sound Cruise war also einsame Spitze, denn das Wetter war uns wohlgesinnt. Das heisst als wir mit dem Boot lostuckerten verzog sich der Dunst und wir fuhren in die Sonne hinein über den Lake Manapouri. Dann mit dem Bus durch den Dschungel auf die zweite Bootstour raus zur Tasman Sea. Unterwegs begleiteten uns teilweise die Delfine und draussen vom Meer her sahen wir Neuseeland wie anno dazumal James Cook, als er zum ersten Mal in Neuseeland anlegte. Das schöne Wetter hat nicht nur seine Vorteile, denn beispielsweise, sind die Wasserfälle etwas lahm, das Meer war zu ruhig und es fehlte die Süsswasseroberfläche auf dem Salzwasser, die dem Wasser eine besondere Farbe verleiht. Alles kann man eben nicht haben :-) Dafür konnten wir den Robben / Seelöwen beim sonnen zuschauen.

 Seals am sonnen und faulenzen

 Doubtful Sound

Am Montag stand dann die Wanderung zur Luxmore Hut auf dem Programm, um die Aussicht auf die beiden Seen Manapouri und Te Anau zu geniessen. Der Aufstieg war anstrengend und bewundern konnten wir nur den schönen Farnwald und die schwitzenden und ächzenden anderen Touris, die sich zur Hütte hinauf kämpften, denn die Bäume verdeckten uns die ganze Aussicht. Als wir die Waldgrenze hinter uns gelassen hatten, waren wir froh, dass es vorher nur durch den Wald ging, denn die Sonne brannte und ohne Wald wäre ich wohl nicht oben angekommen und hätte die wunderbare Aussicht nicht geniessen können. Wenn man so durch den Wald und über die Fläche wandert kommt man sich echt vor wie Frodo bei Lord of the Rings, obwohl genau auf diesem Hogger nicht gedreht wurde. Nach 7 Stunden – gleicher Weg retour - waren wir dann wieder am Ausgangspunkt und Mike schleppte mich abends noch ins Village, obwohl ich meine Beine kaum noch spüren konnte… Aber erstaunlicherweise war am nächsten Tag nix mit Muskelkater!

Der erste Lichtblick aus dem Farnwald

Blick auf den Lake Te Anau

 Und schon hiess es „Queenstown wir kommen!!“. In der Action Metropole wollten wir etwas Action Luft schnuppern und es uns zwei Tage gut gehen lassen. So geplant so getan :-) Gleich nachdem wir unseren lieben FQT auf seinem Schlafplätzchen abgestellt hatten gingen wir ab ins Zentrum und machten uns auf die Suche nach einem Jetboat Trip für Mike. Er war zwar etwas unentschlossen, aber dann ging alles plötzlich schnell und schon hatte er eine Schwimmweste an und befand sich im gelben Jetboat und ab gings hinaus auf den See und die beiden Flüsse. Was er unterwegs erlebt hat, müsst ihr ihn schon selbst fragen, denn ich blieb auf festem Boden und hab mich durch die Ladenstrassen von Queenstown geschlängelt und es mir anschliessend am Strand bequem gemacht :-) bevor ich dann den 360 in Ufernähe versuchte auf einem Bild festzuhalten. Zusammen sind wir dann auf Shoppingtour und haben unser Gepäck ein klein bisschen verschwert…


Mike & the Jetboat

Am zweiten Tag Queenstown sind wir dann mit der Gondel – beim Einsteigen bitte schön Lächeln für das Erinnerungsbild – auf die Skyline und haben den Blick auf Queenstown von oben genossen.  Damit wir aber noch bessere Sicht auf den Lake Wakatipu hatten sind wir noch auf dem Lomond Trail in die Höhe gewandert. Zuerst haben wir aber noch die beiden Rodelbahnen getestet, die eher wie eine Go-Kart-Downhill-Bahn war, aber flitzig war es allemal :-) Eines können die Neuseeländer aber noch von uns Schweizern lernen und zwar mehr Rundwanderwege zu erschaffen :-) denn es ist nicht immer so lustig, wenn man bereits beim Aufstieg weiss, wo es dann wieder runtergeht... Im Starbucks habe ich dann noch die Kundenfreundlichkeit getestet, indem mein voller Frappuccino in hohem Bogen das Weite suchte und ich die Überreste vom Boden aufwischen konnte. Glücklicherweise hatte der Starbucks-Typ bedauern mit mir und ich bekam gratis einen neuen Frappuccino :-) 

 Aussicht von der Skyline auf Queenstown

Am Donnerstagmorgen hiess es dann bereits um 7 Uhr aufstehen, da wir 333 km vor uns hatten… Das frühe Erwachen wurde mit einem wunderbaren Morgenrot und angenehmer Temperatur belohnt :-) So tuckerten wir dann mit unserem erholten FQT zum Fox Glacier. Unterwegs bestaunten wir einen Wasserfall, Regenwald, Meer und nervten uns ab den lästigen Sandflies, die uns die Pausen so richtig vermiesten… Dafür reichte dann aber die Zeit noch um zum Fox Glacier zu spazieren und zu staunen wie sich dieser extrem rasch verkleinert. Ist es in der Schweiz möglich auf einem Gletscher Treppen zu steigen, ohne Seil und Steigeisen sich fortzubewegen und dies alles erst noch in kurzen Hosen? In Neuseeland ist dies möglich mit den Guides mit überdimensionierten Pickeln ;-) 

 Fox Glacier

Und zum Abschluss des Tages sind wir noch um den Lake Matheson spaziert und wollten das bekannteste und berühmteste aller Bilder von Neuseeland auf unserer Kamera verewigen. Doch leider windete es und der See war nicht spiegelglatt, so dass sich der Mount Cook und der Mount Tasman nicht so super im See spiegelten, aber gute Bilder gab es trotzdem :-) Wir waren vor allem froh, dass wir überhaupt etwas sahen, denn als wir in Fox Glacier ankamen war es verhangen und die Berge waren kaum zu sehen und dann hat es für uns extra aufgehellt… Ja, denn als wir im Restaurant sassen haben sich die dunklen schweren Wolken vor die beiden Gipfel gesetzt und haben sich nicht mehr von der Stelle gerührt.

Lake Matheson mit Mount Tasman & Mount Cook

Am Freitag sind wir dann zuerst mit den Touristen durch die Steinwüste, welche der Franz Josef Glacier bei seinem Rückzug hinterlassen hat gewandert und haben die obligaten Fotos vom Gletscher geschossen. Es ist schon unglaublich wie bei diesen Temperaturen ein Gletscher überhaupt noch bestehen kann… Unser FQT in Zusammenarbeit mit Mike brachte uns dann sicher zu den Pancakes Rock und zu den Blowholes. Mike ist die kurvenreiche Küstenstrasse entlang gebraust wie ein Verrückter, da er ja nicht bei Ebbe dort sein wollte… Zum Glück, wir haben es geschafft und konnten doch noch ein paar Blows begutachten. Zwar war es für die richtig guten etwas zu wenig stürmig, aber einen Eindruck bekamen wir trotzdem :-) Ich sage euch, lasst nie etwas Essbares auf den Boden fallen wenn Seagulls in der Nähe sind, bzw. habt dann sicher nicht den Anstand es aufzuheben, denn dies führt zu einem Kampf mit den Seagulls. Wer hat diesen wohl gewonnen? Ich bestimmt nicht...
Unterwegs zum Arthur`s Pass haben wir an einem kleinen unscheinbaren See unseren FQT an den Strom angeschlossen und nicht schlecht gestaunt, als es am Ende bald mehr Motorboote als Autos auf dem Platz hatte. Der Lake Brunner hat sich als Wochenend-Destination der Neuseeländer entpuppt, wo sie ihre grossen Motoren ins Wasser stecken und über den See flitzen können.

Pancakes Rocks

Ja und heute Samstag sind wir dann über den Arthur`s Pass zurück an die Ostküste gefahren und haben mehr oder weniger direkt Kaikoura angesteuert. Die Kilometer sind nur so geflossen… Bevor wir es uns dann in unserem FQT gemütlich machten sind wir noch an die Beach zum Seals gucken. Tatsächlich haben wir einige faule Seals angetroffen, die sich gemütlich gesonnt und ausgeruht haben. Mike wurde dann noch zum Fotografen für ein Seals-Modell, das sich so richtig vor der Kamera räckelte…

Fotomodell Seal

 So und nun haben wir euch wohl wieder einmal genug zugetextet und hoffen irgendjemand hat zumindest eine Zeile gelesen oder ein Bildchen angeschaut, so dass sich unsere Investition ($ 5) fürs Internet gelohnt hat :-) 

Wir wünschen euch ein tolles erstes Märzwochenende :-)
Mike & Karin

1 Kommentar:

  1. fand die $5 gut investiert :D schön ein foto von euch "dreien" zu sehen ;)
    auch auf diesem weg alles gute zum geburtstag mike!

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