Samstag, 16. März 2013

Algies Bay - Orewa


Immer am Wochenende finden wir Zeit euch wieder etwas über unsere Woche mitzuteilen, auch diesmal :-) Unterdessen sind wir wieder in Orewa und sogar etwas südlicher als beim letzten Eintrag… Aber doch alles der Reihe nach.

Von Algies Bay sind wir letzten Sonntag weiter zu einem Spaziergang durch ein Wäldchen, um unsere ersten beiden Kauri Riesen zu bewundern und dann zu den Whangarei Falls zu spazieren. Diese Fälle sind 26m hoch, aber wie alle die wir bisher gesehen hatten, führen sie zurzeit nicht gerade viel Wasser… Zumindest hat es für die Kinder zum plantschen gereicht, also oberhalb der Fälle im Fluss:-)

Whangarei Falls

Nächstes Ziel waren die Strände an der Küste. Nur, dass die Küstenstrasse jeweils kurz die Beach berührt und dann wieder ins hügelige Hinterland verschwindet wussten wir natürlich vorher nicht und so musste Mike etliche schmale kurvenreiche Strässchen meistern, was er natürlich mit Bravour tat :-) Der Matapouri Beach war dann der schönste und wir verweilten und beobachteten die grossen Wellen. Das Wasser war uns aber definitiv zu kalt, um uns in die Wellen zu werfen… 

Matapouri Beach

Auf dem Weg nach Paihia an der Bay of Island haben wir dann noch einen kurzen Halt gemacht um in Kawakawa die berühmten und bekannten Hundertwasser Toiletten zu besichtigen.

Am Montag stand dann die Cruise zum Hole in the Rock auf dem Programm. Nachdem wir den Morgen im Dörfchen verbracht hatten, genossen wir den Nachmittag auf dem Katamaran – Achtung festhalten angesagt! Unterwegs zum Hole hatten wir das Vergnügen, dass uns Delfine begleiteten und wir einigen Zweibeinern zuschauen konnten, wie sie vergeblich versuchten mit den Delfinen zu schwimmen – also sehr amüsant :-) Aber entzückt haben uns natürlich nicht die Zweibeiner, sondern die Delfine und ihre Kunststücke! Leider war es uns dann nicht möglich mit dem Katamaran durch das Hole zu fahren, da das Meer zu bewegt war und es somit zu gefährlich gewesen wäre, aber eindrücklich war es auch so.

 Bay of Islands

einer der Delfine :-)

Hole in the Rock

Am Dienstag starteten wir unseren Tag mit einem kurzen Besuch des Waitangi Treaty Houses – ein historisches Plätzchen, da hier 50 Maori-Häuptlinge mit einem Vertreter von Königin Viktoria von England die freiwillige Unterstellung der neuseeländischen Ureinwohner unter die britische Krone besiegelten.
Unterwegs nach Whatuwhiwhi auf der Karikari Peninsula haben wir ein Wasserfällchen bewundert und die Aussicht genossen. Eigentlich wollten wir uns in Whatuwhiwhi an der Beach einen schönen ruhigen Nachmittag gönnen, aber der Himmel war bedeckt und ab und zu kamen ein paar Tröpfchen raus, so dass wir kurzerhand weiter nordwärts fuhren und uns im Ancient Kauri Kingdom die berühmte Treppe in einem Kauri Baum anschauten. Die Möbel aus Kauri Holz mögen ja gefallen, aber der Preis ist ja unbeschreiblich hoch und sozusagen unbezahlbar…

Kauri Staircase

In Houhora Heads haben wir dann unseren FQT fürs Nachtlager aufgestellt und sind dem Strand entlang vom Harbour zum offenen Meer gelaufen. Wow hatte es da schöne Muscheln, so dass wir nicht mehr widerstehen konnten und gleich einige eingesteckt haben. Wir haben nur die leeren genommen, im Gegensatz zu einem netten Herrn, der für sich und seine Frau das Abendessen gesammelt hat – jedem das Seine :-) Bereits einige Stunden später war aber vom Strand nix mehr zu sehen und der Harbour bestand nur noch aus Wasser, so schnell kann es gehen. 

Houhora Harbour auch am näcshten Morgen noch ohne Beach

Am Mittwoch starteten wir den Tag am Rarawa Beach mit weissem superfeinem Sand. Hätten wir nicht ein anderes Ziel gehabt und wäre das Wasser etwas wärmer gewesen, wir hätten gut verweilen können! Aber nein, wir wollten ja ganz in den Norden zum Cape Reinga und seinem Leuchtturm. Das Cape ist zwar nicht der nördlichste Punkt von Neuseeland, denn dieser ist nur durch eine mehrstündige Wanderung zu erreichen, was wir uns für einmal ersparten ;-) Beim Leuchtturm steht ein Wegweiser, der die Himmelsrichtung und Entfernung zu verschiedenen Städten weist und wenn man sich sehr anstrengt sieht man wo sich der Pazifische Ozean mit der Tasman Sea vereint.

Leuchtturm am Cape Reinga

Ja und dann war es endlich soweit, auf das was ich mich schon lange gefreut habe und Mike in den Ohren gelegen bin: SANDSURFING oder –BOARDING bei den Te Paki Giant Sand Dunes. Am Familienhügel war es natürlich nicht so spassig, aber dann am grossen Hang hat es gefitzt!! Hätte man nicht jeweils wieder die Sanddüne hinauf krackseln müssen, wir hätten uns wohl den ganzen Nachmittag mit Sandsurfing vertrieben. Vielleicht doch gut wurde noch kein Sandsurfing-Lift erfunden ;-)

 Mike beim Sandsurfing (Überlistung fehlgeschlagen...)

So befreiten wir uns dann vom Sand und fuhren zu Gumdiggers Ancient Buried Kauri Forest wo wir in die Geschichte der Gumdiggers eintauchten und die Kauris unter der Erde bestaunten von denen man nicht weiss, weshalb sie nicht mehr als Wald dort stehen.

In Ahipara verweilten wir an der berühmten 90 Mile Beach, die nicht 90 Miles lang ist, aber sich fast über die gesamte Länge der Aupouri-Halbinsel hinzieht. Bei Ebbe ist diese Beach nicht nur lang, sondern auch sehr breit und da die Autos der Beach entlangfahren kommt es manchmal auch vor das eines stecken bleibt und dies ist dann wirklich lustig zum zuschauen :-)

90 Mile Beach

Die Tour mit dem Bus über den 90 Mile Beach zum Cape Reinga ersparten wir uns, da wir ja bereits selbst dort gewesen sind, aber die Quad Tour durch die Dünen und die Wälder hätten wir gerne gemacht. Leider war jedoch der Guide für einige Tage unabkömmlich und so mieteten wir uns am Donnerstag zwei Quads und heizten der 90 Mile Beach entlang. Die Beach war etwas weniger breit und es bot sich uns ein trauriger Anblick von hunderten von verendenden Fischlis :-( die Vermutung liegt nahe, dass die Fischlis ins seichte Wasser geflüchtet sind um nicht gefressen zu werden und dann die Strömung zu stark war… Ich wär am liebsten vom Quad ins Wasser gesprungen und hätt die Fische wieder ins tiefere Wasser geworfen. Vielleicht hätte ich dann gegen die Seemöwen ankämpfen müssen, die sich dieses Festmahl nicht entgehen liessen…

Quad Tour at the 90 Mile Beach

Weiter haben wir uns an diesem Tag mit Boulders befasst :-) Zuerst sind wir im Niemandsland die Wairere Boulders bestaunen gegangen, die nicht wie man annehmen würde aus Kalkstein sind, sondern aus Basalt. Der Weg der von Boulder zu Boulder führt war wieder einmal ein Weg wo es nur bei Bedarf Treppen und Stege hatte – kein Wunder die Wairere Boulders wurden ja auch von einem Schweizer Ehepaar entdeckt und werden heute noch von ihnen betrieben. Es war also sehr spannend wieder einmal etwas in schweizerdeutsch erklärt zu erhalten und die Freude über den Besuch von Schweizern war gross :-) 

Wairere Boulders

Und die zweiten Boulders, die wir mit unserem Besuch beehrten waren die Koutu Boulders. Auch diese liegen nicht ganz an der Touristenroute, so dass wir die einzigen Touris weit und breit waren und nicht wie bei den Moreaki Boulders auf der Südinsel um ein Foto ohne weitere Touris kämpfen mussten :-)

einer der Koutu Boulder

Den Boulders Tag beendeten wir in Opononi mit Blick über den Harbour auf Sanddünen…


Am Freitag standen dann die riesigen Kauri Bäume auf dem Programm. Wir haben in den Kauri Wäldern den Tane Mahuka, Matua Ngahere und die 4 Sisters bestaunt. Unterwegs war besondere Vorsicht geboten, denn die Profis und Amateure eines viertägigen Radrennens kamen uns entgegen, zwar auf der Gegenspur aber bei den engen Kurven weiss man ja nie… 

Matua Ngahere (grr unsere Bearbeitung war für die Katz...)

Nach dem Mittagessen bestiegen wir das Guggershörnli von Neuseeland den steileren Tokatoka Peak und genossen die 360 Grad rundum Sicht. Da uns später der anvisierte Campingplatz nicht gefiel fuhren wir durch bis wir wieder am Pazifischen Ozean waren und übernachteten auf einem Robinson-Familiencamping mit Klaviergeklimmper…

Im Goat Island Marine Reserve war das Wasser zum schnorcheln heute etwas zu kalt mit 20 Grad und so begnügten wir uns mit einer Glassbottom-Boat Tour. Dann fuhren wir weiter Richtung Süden. Eigentlich wollten wir ja noch in ein Thermal Resort, da es aber ein bisschen geregnet hat kam es auf der Brücke vor dem Thermal Resort zu einem wohl haarsträubenden Unfall, denn die Brücke war mehr als 3 Stunden gesperrt und wir entschieden uns statt zu entspannen im Wenderholm Regional Park einen Rundgang zu machen und die Aussicht zu geniessen. Über den Motorway gelangten wir dann nach Orewa, wo wir diesmal bei viel Wind den Kitern zuschauen konnten und das Dörfchen besichtigten.

Ja und nachdem wir uns doch noch ein paar Stunden Schlaf göhnen nach dem Blog updaten machen wir uns Morgen schon auf den Weg nach Auckland, da wir ja von dieser grossen Stadt auch noch etwas zu Gesicht bekommen möchten, bevor wir dann bereits am Donnerstag unseren geliebten FQT abgeben und die letzte Nacht im Früchtchen Hotel nächtigen, bevor es heisst „please go to gate, the flight XXX is ready for boarding“…

Also dann bis zum nächsten Mal, wenn wir euch noch etwas über das grosse Auckland berichten.
Mike & Karin

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