Samstag, 9. März 2013

Kaikoura - Algies Bay

Und schon ist wieder eine Woche rum und wir haben etliche Kilometer hinter uns gebracht... Heute haben wir an der Algies Bay sogar gratis Wi-Fi, was ja wirklich einer Seltenheit entspricht hier in Neuseeland...

Aber nun blenden wir doch gleich zurück. Am letzten Sonntag wollten wir eigentlich Whale Watching machen und zum ersten Mal in unserem Leben Pottwale bestaunen, doch leider hat es geregnet und man sah so gut wie nix, so dass die Tour zu unserem grössten Bedauern abgesagt wurde :-( Dafür sahen wir auf dem Weg nach Picton dann noch ganz ganz viele Seals, was uns ein klein bisschen tröstete. Picton ist ein kleines Kaff, das nicht wirklich etwas zu bieten hat, ausser der Ferry, die nach Wellington übersetzt. Na ja, ein leckeres Restaurant haben wir entdeckt und auf den verregneten Tag so richtig geschlemmt :-)

Am Montag sind wir dann morgens bereits mit der Ferry nach Wellington , also auf die Nordinsel übergesetzt. War ich froh, dass die Fahrt nur etwas mehr als 3 Stunden gedauert hat, denn so Fähren sind echt nicht mein Ding...

Blick von der Interislander
In Wellington haben wir uns dann zuerst eine Bleibe für unseren FQT gesucht und sind mit dem ÖV in die Stadt gebraust, wo wir herumgelaufen sind und einige Sights begutachtet haben. Fazit: Städte sind nicht wirklich unser Ding und so sind wir dann nach einem Stück Fleisch auf heissem Stein - erst noch 2 für 1 - wieder zurück zum FQT. Also Abend war es natürlich schon...

Blick auf Wellington vom botanischen Garten aus

Wie bereits am Vortag verliessen wir uns heute in der grossen Hauptstadt zum zweiten Mal auf unser Navi, aber dies war wohl eines der letzten Male, denn statt auf die grosse Strasse hat es für uns eine kurvenreiche Bergroute ausgewählt und so tuckerten wir mit 25 km/h um die Kurven, wie dies vorausgesagt wurde und immer aufgepasst "high crash rate on this road"...
Zumindest etwas Gutes hatte das Navi
Ohne Navi ging es dann wieder besser und das Touri-Radio, dass wir zum ersten Mal in Betrieb hatten führte uns zum Bungy-Swing - Fox Dings von Gravitiy. War also schon sehr eindrücklich, aber Mike wollte nix von den drei Sachen machen und so konnten wir nur die Schlucht bestaunen - übrigens auch ein Drehort von LOTR - was auch eindrücklich war. 


In Whakapapa bei den Vulkanen Mount Tongario, Mount Ruapehu & Mount Ngauruhoe haben wir dann unseren FQT abgestellt und die Helpline von KEA angerufen, da nämlich ein gelbes Lämpchen leuchtete. Alles nur halb so wild, es ist nur das Service Licht und am nächsten Abend rief uns KEA an und sagte uns wie das Lämpchen ausgestellt werden kann, da wir ja leider kein Manual über unser Auto besitzen...
Der Tongario ein aktiver Vulkan hat letztes Jahr das Tongario Crossing mit Spuren beehrt und so ist dies nun gefährliche Zone. So machten wir uns morgens früh auf den Weg bis zum Red Crater, um dann den gleichen Weg wieder zurückzugehen. Die Wanderung war nicht ganz was wir erwartet hatten - also nicht bezüglich dem Touristenstrom - sondern bezüglich dem Wetter, denn nicht wie vorhergesagt schien die Sonne, nein der Nebel zog auf und so sahen wir bald nichts mehr. Wir kämpften uns dann doch bis zum Red Crater hoch, auch wenn es uns fast davon windete.  Echt so etwas haben wir noch nie erlebt und eigentlich schade hatten wir keinen Windmesser dabei, denn 50 km/h waren das bestimmt. Einen kleinen Blick auf die andere Seite konnten wir dann doch noch erhaschen als der Nebel kurze Zeit weggeblasen wurde. Zu unserem Frust war dann nachmittags, als wir bereits wieder retour waren, der Nebel doch noch weg und der Tongariro nebelfrei. Na ja, alles kann man eben nicht haben...

Der Wind auf dem Tongariro

Kurzer Ausblick zur Belohnung

Am Donnerstag fuhren wir dann weiter Richtung Rotorua und erkundeten das Vulkanplateau. Erster Halt waren die Huka Falls. Wir haben ja bisher viele Wasserfälle besichtigt, die alle aufgrund des mangelnden Regens nicht wirklich viel Wasser führten. Dieser war nur ein kleiner Fall, dafür hatte es aber viel Wasser, dass sich unglaublich schnell vorwärts bewegt (200`000 Liter Wasser pro Sekunde).

Huka Falls

Danach besichtigten wir die erste Geothermalzone Craters of the Moon, die noch jüngeren Ursprungs ist und sich stetig entwickelt. Wir sahen vor allem Fumarolen und Senken und nahmen erste Schwefelgestänke wahr...

Fumarolen bei Craters of the Moon

Als wir dann schon wieder etliche Kilometer hinter uns gebracht hatten, stellten wir fest, dass wir ja wieder einmal tanken sollten, aber weit und breit war keine Tankstelle in Sicht und wann die nächste kam, ja das konnte noch dauern. So sind wir wieder zurück haben aufgetankt und haben uns dann das Hidden Valley of Orakei Korako angeschaut. Orakei Korako ist ein thermisches Feld mit grossen Sinterterassen, dass nur mit dem Boot zu erreichen ist, aber die Überfahrt lohnt sich alleweil! :-)

Orakei Korako

In Rotorua dampft und raucht es dann an x-beliebigen Stellen aus dem Boden und am Meer kann man sich Löcher graben und hat so seine persönliche Hot Spring. Aber ob man dann auch darin relaxen kann, dies ist eine andere Frage. Jene gebuddelten Hot Springs, die wir antrafen waren also viel zu warm um sich darin aufzuhalten und so zogen wir die Hot Spring des Campingplatzes vor... In Rotorua nimmt man nicht nur die unterschiedlichsten Gerüche war, sondern die Mosquitos sind auch viel kleiner als üblich, so dass sie durch das Mosquitonetz hindurch in den FQT gelangten und wir noch eine Mosquito-Jagd eröffnen mussten, um nicht zu sehr zerstochen zu werden...Wer uns von aussen beobachtet hat, ja dem hat sich ein wahres Spektakel gezeigt...

Am Freitag haben wir uns dann mit dem Touristenstrom raus aus dem dampfenden Rotorua zum Wai-O-Tapu Wonderland leiten lassen, wo wir zuerst den pünktlichsten Geysir überhaupt spucken sahen und zwar durch Beigabe von Seife. Lady Knox lässt sich dies bieten und zeigt alltäglich um 10.15 am wie ein Geysir spuckt, manchmal länger und manchmal auch etwas kürzer. Das Wai-O-Tapu Wonderland ist dann einfach sehr eindrücklich mit seinen bunten Quellen, den Sinterterassen, den dampfenden Tälern und dem Champagnerpool und wir verbrachten die Zeit mit Staunen...

Champagner-Pool
Der letzte Stopp im Wai-O-Tapu Wonderland war dann der Mud Pool. Ja und da hats geblubbert und gespritzt und Mike bekam gleich etwas ab und hat selbst gemerkt, dass der Schlamm doch ein bisschen warm ist :-)
Im Redwood Wald von Rotorua haben wir uns dann von all den Dämpfen und Gestänken ein bisschen erholt bevor wir weiter nach Waihi-Beach  gefahren sind wo wir den Surfern zugeschaut haben...

Redwood aus dem Walde

Heute sind wir dann Richtung Coromandel Peninsula losgefahren und da es doch grad wieder viele enge Kurven hatte und die Strasse statt am Meer entlang durchs Hinterland führt haben wir uns kurzerhand entschlossen, diesen Teil von Neuseeland unerkundet zu lassen und sind durch Auckland hindurchgebraust ab in den Norden. Der erste Halt war die Beach bei Orewa, wo wir nicht nur den Neuseeländern beim baden zusehen konnten, sondern auch Kiter sahen, die hin und her brausten. Wir sind dann aber noch ein Stück weiter an die Algies Bay gefahren, wo wir uns niedergelassen haben und uns noch eine Kayak Tour gegöhnt haben :-) Also Kayak paddeln auf dem Meer mit wenig Wellen geht also tiptop. Wenn nur nicht das Kayak wäre, könnten wir glatt ein neues Hobby mit nach Hause nehmen, nebst dem Motorboot und Segelboot fahren :-)

So und nun müssen wir uns mal dem Reiseführer annehmen und schauen wo es uns ab Morgen hinbläst und was wir in der verbleibenden Zeit noch alles erleben wollen :-)

Wir wünschen euch einen ebenso sonnigen und warmen Samstag wie wir ihn gerade hatten, jedoch ohne die lästigen Mosquitos!

Mike & Karin





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