Montag, 25. März 2013

... und schon zum Letzten...

Nach der langen Heimreise mit ca. 23 Stunden Flugzeit und 6 Stunden Aufenthalt in Singapore sind wir am Samstagmorgen früh in Zürich gelandet und haben uns zuerst einen Kaffee mit Gipfeli gegöhnt - ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie lecker ein Schweizer Gipfeli ist - bevor wir die Zugreise nach Hause angetreten haben.

Ja und zu Hause hiess es dann einkaufen, auspacken und den Tag über wach bleiben, damit das Jetlag nicht eintrifft. Bis abends um 8 Uhr haben wir es geschafft und dann sind wir todmüde ins Bett gefallen.

Und nun beginnt Morgen wieder der Arbeitsalltag und die Zeit in Neuseeland gehört definitiv der Vergangenheit an, aber die Erinnerungen bleiben und natürlich die zahlreichen Fotos, die wir geschossen haben :-)

Wir hoffen, wir konnten euch ein bisschen einen Einblick in unsere Reise und natürlich unser Wohlbefinden geben und es hat euch Spass gemacht auf unserem Blog vorbeizuschauen!

Wir sagen M-E-R-C-I, allen die kommentiert haben und allen, die Zwischendurch auf dem Blog vorbeigeschaut haben und uns so ein Stück auf unserer Reise begleitet haben.

Und nun freuen wir uns dich bald wieder einmal zu sehen!

Mike & Karin



Donnerstag, 21. März 2013

Bye Bye FQT :-(


Wir sind traurig :-( So ganz ohne unseren geliebten FQT fehlt uns unser Haus und dann sind wir ausgerechnet ins Früchtchen Hotel eingezogen…

Aber wie immer alles schön der Reihe nach. Am Sonntag hat es nur einmal geregnet, aber das war uns eigentlich egal, denn wir wollten ja ins Waiwera Thermal Resort ein bisschen im warmen Wasser plantschen. Gesagt getan, wir plantschten und schwitzten bis sich unsere Haut fast auflöste. Danach machten wir uns auf den Weg nach Auckland wo wir unseren FQT zum letzten Mal auf einem Holiday Park platzierten und mit dem Bus in die City fuhren wie dann die folgenden Tage auch :-)

Auckland als neuseeländische Grossstadt hat uns sehr gefallen, einfach wenn man durch die Strassen läuft könnte man auch meinen man sei in einer asiatischen Stadt gelandet, denn es wimmelt von Asiaten. Insbesondere die Gift Shops werden zu 99.9% von Asiaten geführt und auch zu 99.9% von solchen besucht ;-)

In Auckland City haben wir viel Zeit am Hafen verbracht, denn wir mussten ja das ehemalige Alinghi Konkurrenz-Schiff genau inspizieren und all die anderen Segelschiffe und Luxus-Charter ;-) Ansonsten sind wir die Queen Street entlang gebummelt, haben den Zoo und das Sealife Aquarium besucht oder haben uns die Stadt vom Sky Tower von oben angesehen.

Galapagos Turtel

Blick vom Sky Tower

Blick auf die City mit Sky Tower
 
Gestern und heute haben wir uns dann den Aussenquartieren angenommen und so sind wir zwecks Rückflugversicherung für mich in Ponsonby und Herne Bay aus dem Bus oder dem FQT gestiegen und in Devenport auf einen Hügel gekrakselt, um die Aussicht auf Auckland City und die Inselchen zu geniessen.
 
Bevor wir aber mit dem Boot nach Devenport geschippert sind hiess es Abschied nehmen von unserem geliebten FQT. Er hat uns mehr als 5`100 km Wegstrecke hinter uns bringen lassen, ohne uns allzu viele Sorgen zu bereiten und so viel es uns entsprechend schwer uns von unserem zu Hause zu trennen. Bei der Abgabestation ging dann im Gegensatz zu Christchurch alles super schnell und schon sassen wir im Shuttle zum Früchtchen Hotel. Wie befürchtet erstrahlt hier alles in grün und violett mit der sexy Lady – eben genau so wie die Campervans, denen wir unterwegs jeweils begegnet sind. Aber für eine Nacht werden wir es auf dem Federbett schon aushalten :-)

Ja und dann heisst es Morgen Freitag bereits ab an den Flughafen und rein in die Boeing in Richtung Singapore.

Wir sagen auf bald, wenn wir unseren wohl letzen Eintrag verfassen, und wohl von nicht mehr von so far far away...

Mike & Karin

Samstag, 16. März 2013

Algies Bay - Orewa


Immer am Wochenende finden wir Zeit euch wieder etwas über unsere Woche mitzuteilen, auch diesmal :-) Unterdessen sind wir wieder in Orewa und sogar etwas südlicher als beim letzten Eintrag… Aber doch alles der Reihe nach.

Von Algies Bay sind wir letzten Sonntag weiter zu einem Spaziergang durch ein Wäldchen, um unsere ersten beiden Kauri Riesen zu bewundern und dann zu den Whangarei Falls zu spazieren. Diese Fälle sind 26m hoch, aber wie alle die wir bisher gesehen hatten, führen sie zurzeit nicht gerade viel Wasser… Zumindest hat es für die Kinder zum plantschen gereicht, also oberhalb der Fälle im Fluss:-)

Whangarei Falls

Nächstes Ziel waren die Strände an der Küste. Nur, dass die Küstenstrasse jeweils kurz die Beach berührt und dann wieder ins hügelige Hinterland verschwindet wussten wir natürlich vorher nicht und so musste Mike etliche schmale kurvenreiche Strässchen meistern, was er natürlich mit Bravour tat :-) Der Matapouri Beach war dann der schönste und wir verweilten und beobachteten die grossen Wellen. Das Wasser war uns aber definitiv zu kalt, um uns in die Wellen zu werfen… 

Matapouri Beach

Auf dem Weg nach Paihia an der Bay of Island haben wir dann noch einen kurzen Halt gemacht um in Kawakawa die berühmten und bekannten Hundertwasser Toiletten zu besichtigen.

Am Montag stand dann die Cruise zum Hole in the Rock auf dem Programm. Nachdem wir den Morgen im Dörfchen verbracht hatten, genossen wir den Nachmittag auf dem Katamaran – Achtung festhalten angesagt! Unterwegs zum Hole hatten wir das Vergnügen, dass uns Delfine begleiteten und wir einigen Zweibeinern zuschauen konnten, wie sie vergeblich versuchten mit den Delfinen zu schwimmen – also sehr amüsant :-) Aber entzückt haben uns natürlich nicht die Zweibeiner, sondern die Delfine und ihre Kunststücke! Leider war es uns dann nicht möglich mit dem Katamaran durch das Hole zu fahren, da das Meer zu bewegt war und es somit zu gefährlich gewesen wäre, aber eindrücklich war es auch so.

 Bay of Islands

einer der Delfine :-)

Hole in the Rock

Am Dienstag starteten wir unseren Tag mit einem kurzen Besuch des Waitangi Treaty Houses – ein historisches Plätzchen, da hier 50 Maori-Häuptlinge mit einem Vertreter von Königin Viktoria von England die freiwillige Unterstellung der neuseeländischen Ureinwohner unter die britische Krone besiegelten.
Unterwegs nach Whatuwhiwhi auf der Karikari Peninsula haben wir ein Wasserfällchen bewundert und die Aussicht genossen. Eigentlich wollten wir uns in Whatuwhiwhi an der Beach einen schönen ruhigen Nachmittag gönnen, aber der Himmel war bedeckt und ab und zu kamen ein paar Tröpfchen raus, so dass wir kurzerhand weiter nordwärts fuhren und uns im Ancient Kauri Kingdom die berühmte Treppe in einem Kauri Baum anschauten. Die Möbel aus Kauri Holz mögen ja gefallen, aber der Preis ist ja unbeschreiblich hoch und sozusagen unbezahlbar…

Kauri Staircase

In Houhora Heads haben wir dann unseren FQT fürs Nachtlager aufgestellt und sind dem Strand entlang vom Harbour zum offenen Meer gelaufen. Wow hatte es da schöne Muscheln, so dass wir nicht mehr widerstehen konnten und gleich einige eingesteckt haben. Wir haben nur die leeren genommen, im Gegensatz zu einem netten Herrn, der für sich und seine Frau das Abendessen gesammelt hat – jedem das Seine :-) Bereits einige Stunden später war aber vom Strand nix mehr zu sehen und der Harbour bestand nur noch aus Wasser, so schnell kann es gehen. 

Houhora Harbour auch am näcshten Morgen noch ohne Beach

Am Mittwoch starteten wir den Tag am Rarawa Beach mit weissem superfeinem Sand. Hätten wir nicht ein anderes Ziel gehabt und wäre das Wasser etwas wärmer gewesen, wir hätten gut verweilen können! Aber nein, wir wollten ja ganz in den Norden zum Cape Reinga und seinem Leuchtturm. Das Cape ist zwar nicht der nördlichste Punkt von Neuseeland, denn dieser ist nur durch eine mehrstündige Wanderung zu erreichen, was wir uns für einmal ersparten ;-) Beim Leuchtturm steht ein Wegweiser, der die Himmelsrichtung und Entfernung zu verschiedenen Städten weist und wenn man sich sehr anstrengt sieht man wo sich der Pazifische Ozean mit der Tasman Sea vereint.

Leuchtturm am Cape Reinga

Ja und dann war es endlich soweit, auf das was ich mich schon lange gefreut habe und Mike in den Ohren gelegen bin: SANDSURFING oder –BOARDING bei den Te Paki Giant Sand Dunes. Am Familienhügel war es natürlich nicht so spassig, aber dann am grossen Hang hat es gefitzt!! Hätte man nicht jeweils wieder die Sanddüne hinauf krackseln müssen, wir hätten uns wohl den ganzen Nachmittag mit Sandsurfing vertrieben. Vielleicht doch gut wurde noch kein Sandsurfing-Lift erfunden ;-)

 Mike beim Sandsurfing (Überlistung fehlgeschlagen...)

So befreiten wir uns dann vom Sand und fuhren zu Gumdiggers Ancient Buried Kauri Forest wo wir in die Geschichte der Gumdiggers eintauchten und die Kauris unter der Erde bestaunten von denen man nicht weiss, weshalb sie nicht mehr als Wald dort stehen.

In Ahipara verweilten wir an der berühmten 90 Mile Beach, die nicht 90 Miles lang ist, aber sich fast über die gesamte Länge der Aupouri-Halbinsel hinzieht. Bei Ebbe ist diese Beach nicht nur lang, sondern auch sehr breit und da die Autos der Beach entlangfahren kommt es manchmal auch vor das eines stecken bleibt und dies ist dann wirklich lustig zum zuschauen :-)

90 Mile Beach

Die Tour mit dem Bus über den 90 Mile Beach zum Cape Reinga ersparten wir uns, da wir ja bereits selbst dort gewesen sind, aber die Quad Tour durch die Dünen und die Wälder hätten wir gerne gemacht. Leider war jedoch der Guide für einige Tage unabkömmlich und so mieteten wir uns am Donnerstag zwei Quads und heizten der 90 Mile Beach entlang. Die Beach war etwas weniger breit und es bot sich uns ein trauriger Anblick von hunderten von verendenden Fischlis :-( die Vermutung liegt nahe, dass die Fischlis ins seichte Wasser geflüchtet sind um nicht gefressen zu werden und dann die Strömung zu stark war… Ich wär am liebsten vom Quad ins Wasser gesprungen und hätt die Fische wieder ins tiefere Wasser geworfen. Vielleicht hätte ich dann gegen die Seemöwen ankämpfen müssen, die sich dieses Festmahl nicht entgehen liessen…

Quad Tour at the 90 Mile Beach

Weiter haben wir uns an diesem Tag mit Boulders befasst :-) Zuerst sind wir im Niemandsland die Wairere Boulders bestaunen gegangen, die nicht wie man annehmen würde aus Kalkstein sind, sondern aus Basalt. Der Weg der von Boulder zu Boulder führt war wieder einmal ein Weg wo es nur bei Bedarf Treppen und Stege hatte – kein Wunder die Wairere Boulders wurden ja auch von einem Schweizer Ehepaar entdeckt und werden heute noch von ihnen betrieben. Es war also sehr spannend wieder einmal etwas in schweizerdeutsch erklärt zu erhalten und die Freude über den Besuch von Schweizern war gross :-) 

Wairere Boulders

Und die zweiten Boulders, die wir mit unserem Besuch beehrten waren die Koutu Boulders. Auch diese liegen nicht ganz an der Touristenroute, so dass wir die einzigen Touris weit und breit waren und nicht wie bei den Moreaki Boulders auf der Südinsel um ein Foto ohne weitere Touris kämpfen mussten :-)

einer der Koutu Boulder

Den Boulders Tag beendeten wir in Opononi mit Blick über den Harbour auf Sanddünen…


Am Freitag standen dann die riesigen Kauri Bäume auf dem Programm. Wir haben in den Kauri Wäldern den Tane Mahuka, Matua Ngahere und die 4 Sisters bestaunt. Unterwegs war besondere Vorsicht geboten, denn die Profis und Amateure eines viertägigen Radrennens kamen uns entgegen, zwar auf der Gegenspur aber bei den engen Kurven weiss man ja nie… 

Matua Ngahere (grr unsere Bearbeitung war für die Katz...)

Nach dem Mittagessen bestiegen wir das Guggershörnli von Neuseeland den steileren Tokatoka Peak und genossen die 360 Grad rundum Sicht. Da uns später der anvisierte Campingplatz nicht gefiel fuhren wir durch bis wir wieder am Pazifischen Ozean waren und übernachteten auf einem Robinson-Familiencamping mit Klaviergeklimmper…

Im Goat Island Marine Reserve war das Wasser zum schnorcheln heute etwas zu kalt mit 20 Grad und so begnügten wir uns mit einer Glassbottom-Boat Tour. Dann fuhren wir weiter Richtung Süden. Eigentlich wollten wir ja noch in ein Thermal Resort, da es aber ein bisschen geregnet hat kam es auf der Brücke vor dem Thermal Resort zu einem wohl haarsträubenden Unfall, denn die Brücke war mehr als 3 Stunden gesperrt und wir entschieden uns statt zu entspannen im Wenderholm Regional Park einen Rundgang zu machen und die Aussicht zu geniessen. Über den Motorway gelangten wir dann nach Orewa, wo wir diesmal bei viel Wind den Kitern zuschauen konnten und das Dörfchen besichtigten.

Ja und nachdem wir uns doch noch ein paar Stunden Schlaf göhnen nach dem Blog updaten machen wir uns Morgen schon auf den Weg nach Auckland, da wir ja von dieser grossen Stadt auch noch etwas zu Gesicht bekommen möchten, bevor wir dann bereits am Donnerstag unseren geliebten FQT abgeben und die letzte Nacht im Früchtchen Hotel nächtigen, bevor es heisst „please go to gate, the flight XXX is ready for boarding“…

Also dann bis zum nächsten Mal, wenn wir euch noch etwas über das grosse Auckland berichten.
Mike & Karin

Samstag, 9. März 2013

Kaikoura - Algies Bay

Und schon ist wieder eine Woche rum und wir haben etliche Kilometer hinter uns gebracht... Heute haben wir an der Algies Bay sogar gratis Wi-Fi, was ja wirklich einer Seltenheit entspricht hier in Neuseeland...

Aber nun blenden wir doch gleich zurück. Am letzten Sonntag wollten wir eigentlich Whale Watching machen und zum ersten Mal in unserem Leben Pottwale bestaunen, doch leider hat es geregnet und man sah so gut wie nix, so dass die Tour zu unserem grössten Bedauern abgesagt wurde :-( Dafür sahen wir auf dem Weg nach Picton dann noch ganz ganz viele Seals, was uns ein klein bisschen tröstete. Picton ist ein kleines Kaff, das nicht wirklich etwas zu bieten hat, ausser der Ferry, die nach Wellington übersetzt. Na ja, ein leckeres Restaurant haben wir entdeckt und auf den verregneten Tag so richtig geschlemmt :-)

Am Montag sind wir dann morgens bereits mit der Ferry nach Wellington , also auf die Nordinsel übergesetzt. War ich froh, dass die Fahrt nur etwas mehr als 3 Stunden gedauert hat, denn so Fähren sind echt nicht mein Ding...

Blick von der Interislander
In Wellington haben wir uns dann zuerst eine Bleibe für unseren FQT gesucht und sind mit dem ÖV in die Stadt gebraust, wo wir herumgelaufen sind und einige Sights begutachtet haben. Fazit: Städte sind nicht wirklich unser Ding und so sind wir dann nach einem Stück Fleisch auf heissem Stein - erst noch 2 für 1 - wieder zurück zum FQT. Also Abend war es natürlich schon...

Blick auf Wellington vom botanischen Garten aus

Wie bereits am Vortag verliessen wir uns heute in der grossen Hauptstadt zum zweiten Mal auf unser Navi, aber dies war wohl eines der letzten Male, denn statt auf die grosse Strasse hat es für uns eine kurvenreiche Bergroute ausgewählt und so tuckerten wir mit 25 km/h um die Kurven, wie dies vorausgesagt wurde und immer aufgepasst "high crash rate on this road"...
Zumindest etwas Gutes hatte das Navi
Ohne Navi ging es dann wieder besser und das Touri-Radio, dass wir zum ersten Mal in Betrieb hatten führte uns zum Bungy-Swing - Fox Dings von Gravitiy. War also schon sehr eindrücklich, aber Mike wollte nix von den drei Sachen machen und so konnten wir nur die Schlucht bestaunen - übrigens auch ein Drehort von LOTR - was auch eindrücklich war. 


In Whakapapa bei den Vulkanen Mount Tongario, Mount Ruapehu & Mount Ngauruhoe haben wir dann unseren FQT abgestellt und die Helpline von KEA angerufen, da nämlich ein gelbes Lämpchen leuchtete. Alles nur halb so wild, es ist nur das Service Licht und am nächsten Abend rief uns KEA an und sagte uns wie das Lämpchen ausgestellt werden kann, da wir ja leider kein Manual über unser Auto besitzen...
Der Tongario ein aktiver Vulkan hat letztes Jahr das Tongario Crossing mit Spuren beehrt und so ist dies nun gefährliche Zone. So machten wir uns morgens früh auf den Weg bis zum Red Crater, um dann den gleichen Weg wieder zurückzugehen. Die Wanderung war nicht ganz was wir erwartet hatten - also nicht bezüglich dem Touristenstrom - sondern bezüglich dem Wetter, denn nicht wie vorhergesagt schien die Sonne, nein der Nebel zog auf und so sahen wir bald nichts mehr. Wir kämpften uns dann doch bis zum Red Crater hoch, auch wenn es uns fast davon windete.  Echt so etwas haben wir noch nie erlebt und eigentlich schade hatten wir keinen Windmesser dabei, denn 50 km/h waren das bestimmt. Einen kleinen Blick auf die andere Seite konnten wir dann doch noch erhaschen als der Nebel kurze Zeit weggeblasen wurde. Zu unserem Frust war dann nachmittags, als wir bereits wieder retour waren, der Nebel doch noch weg und der Tongariro nebelfrei. Na ja, alles kann man eben nicht haben...

Der Wind auf dem Tongariro

Kurzer Ausblick zur Belohnung

Am Donnerstag fuhren wir dann weiter Richtung Rotorua und erkundeten das Vulkanplateau. Erster Halt waren die Huka Falls. Wir haben ja bisher viele Wasserfälle besichtigt, die alle aufgrund des mangelnden Regens nicht wirklich viel Wasser führten. Dieser war nur ein kleiner Fall, dafür hatte es aber viel Wasser, dass sich unglaublich schnell vorwärts bewegt (200`000 Liter Wasser pro Sekunde).

Huka Falls

Danach besichtigten wir die erste Geothermalzone Craters of the Moon, die noch jüngeren Ursprungs ist und sich stetig entwickelt. Wir sahen vor allem Fumarolen und Senken und nahmen erste Schwefelgestänke wahr...

Fumarolen bei Craters of the Moon

Als wir dann schon wieder etliche Kilometer hinter uns gebracht hatten, stellten wir fest, dass wir ja wieder einmal tanken sollten, aber weit und breit war keine Tankstelle in Sicht und wann die nächste kam, ja das konnte noch dauern. So sind wir wieder zurück haben aufgetankt und haben uns dann das Hidden Valley of Orakei Korako angeschaut. Orakei Korako ist ein thermisches Feld mit grossen Sinterterassen, dass nur mit dem Boot zu erreichen ist, aber die Überfahrt lohnt sich alleweil! :-)

Orakei Korako

In Rotorua dampft und raucht es dann an x-beliebigen Stellen aus dem Boden und am Meer kann man sich Löcher graben und hat so seine persönliche Hot Spring. Aber ob man dann auch darin relaxen kann, dies ist eine andere Frage. Jene gebuddelten Hot Springs, die wir antrafen waren also viel zu warm um sich darin aufzuhalten und so zogen wir die Hot Spring des Campingplatzes vor... In Rotorua nimmt man nicht nur die unterschiedlichsten Gerüche war, sondern die Mosquitos sind auch viel kleiner als üblich, so dass sie durch das Mosquitonetz hindurch in den FQT gelangten und wir noch eine Mosquito-Jagd eröffnen mussten, um nicht zu sehr zerstochen zu werden...Wer uns von aussen beobachtet hat, ja dem hat sich ein wahres Spektakel gezeigt...

Am Freitag haben wir uns dann mit dem Touristenstrom raus aus dem dampfenden Rotorua zum Wai-O-Tapu Wonderland leiten lassen, wo wir zuerst den pünktlichsten Geysir überhaupt spucken sahen und zwar durch Beigabe von Seife. Lady Knox lässt sich dies bieten und zeigt alltäglich um 10.15 am wie ein Geysir spuckt, manchmal länger und manchmal auch etwas kürzer. Das Wai-O-Tapu Wonderland ist dann einfach sehr eindrücklich mit seinen bunten Quellen, den Sinterterassen, den dampfenden Tälern und dem Champagnerpool und wir verbrachten die Zeit mit Staunen...

Champagner-Pool
Der letzte Stopp im Wai-O-Tapu Wonderland war dann der Mud Pool. Ja und da hats geblubbert und gespritzt und Mike bekam gleich etwas ab und hat selbst gemerkt, dass der Schlamm doch ein bisschen warm ist :-)
Im Redwood Wald von Rotorua haben wir uns dann von all den Dämpfen und Gestänken ein bisschen erholt bevor wir weiter nach Waihi-Beach  gefahren sind wo wir den Surfern zugeschaut haben...

Redwood aus dem Walde

Heute sind wir dann Richtung Coromandel Peninsula losgefahren und da es doch grad wieder viele enge Kurven hatte und die Strasse statt am Meer entlang durchs Hinterland führt haben wir uns kurzerhand entschlossen, diesen Teil von Neuseeland unerkundet zu lassen und sind durch Auckland hindurchgebraust ab in den Norden. Der erste Halt war die Beach bei Orewa, wo wir nicht nur den Neuseeländern beim baden zusehen konnten, sondern auch Kiter sahen, die hin und her brausten. Wir sind dann aber noch ein Stück weiter an die Algies Bay gefahren, wo wir uns niedergelassen haben und uns noch eine Kayak Tour gegöhnt haben :-) Also Kayak paddeln auf dem Meer mit wenig Wellen geht also tiptop. Wenn nur nicht das Kayak wäre, könnten wir glatt ein neues Hobby mit nach Hause nehmen, nebst dem Motorboot und Segelboot fahren :-)

So und nun müssen wir uns mal dem Reiseführer annehmen und schauen wo es uns ab Morgen hinbläst und was wir in der verbleibenden Zeit noch alles erleben wollen :-)

Wir wünschen euch einen ebenso sonnigen und warmen Samstag wie wir ihn gerade hatten, jedoch ohne die lästigen Mosquitos!

Mike & Karin





Samstag, 2. März 2013

Doubtful Sound - Kaikoura


Wow, wie die Zeit vergeht, wenn man gar nicht auf die Zeit schauen muss :-) Nun sind schon wieder einige Tage vergangen und wir haben Einiges gesehen hier im wundertollen New Zealand. Aber nun blenden wir gerne nochmals zurück und lassen euch eintauchen in die wunderbare Landschaft.

Die Doubtful Sound Cruise war also einsame Spitze, denn das Wetter war uns wohlgesinnt. Das heisst als wir mit dem Boot lostuckerten verzog sich der Dunst und wir fuhren in die Sonne hinein über den Lake Manapouri. Dann mit dem Bus durch den Dschungel auf die zweite Bootstour raus zur Tasman Sea. Unterwegs begleiteten uns teilweise die Delfine und draussen vom Meer her sahen wir Neuseeland wie anno dazumal James Cook, als er zum ersten Mal in Neuseeland anlegte. Das schöne Wetter hat nicht nur seine Vorteile, denn beispielsweise, sind die Wasserfälle etwas lahm, das Meer war zu ruhig und es fehlte die Süsswasseroberfläche auf dem Salzwasser, die dem Wasser eine besondere Farbe verleiht. Alles kann man eben nicht haben :-) Dafür konnten wir den Robben / Seelöwen beim sonnen zuschauen.

 Seals am sonnen und faulenzen

 Doubtful Sound

Am Montag stand dann die Wanderung zur Luxmore Hut auf dem Programm, um die Aussicht auf die beiden Seen Manapouri und Te Anau zu geniessen. Der Aufstieg war anstrengend und bewundern konnten wir nur den schönen Farnwald und die schwitzenden und ächzenden anderen Touris, die sich zur Hütte hinauf kämpften, denn die Bäume verdeckten uns die ganze Aussicht. Als wir die Waldgrenze hinter uns gelassen hatten, waren wir froh, dass es vorher nur durch den Wald ging, denn die Sonne brannte und ohne Wald wäre ich wohl nicht oben angekommen und hätte die wunderbare Aussicht nicht geniessen können. Wenn man so durch den Wald und über die Fläche wandert kommt man sich echt vor wie Frodo bei Lord of the Rings, obwohl genau auf diesem Hogger nicht gedreht wurde. Nach 7 Stunden – gleicher Weg retour - waren wir dann wieder am Ausgangspunkt und Mike schleppte mich abends noch ins Village, obwohl ich meine Beine kaum noch spüren konnte… Aber erstaunlicherweise war am nächsten Tag nix mit Muskelkater!

Der erste Lichtblick aus dem Farnwald

Blick auf den Lake Te Anau

 Und schon hiess es „Queenstown wir kommen!!“. In der Action Metropole wollten wir etwas Action Luft schnuppern und es uns zwei Tage gut gehen lassen. So geplant so getan :-) Gleich nachdem wir unseren lieben FQT auf seinem Schlafplätzchen abgestellt hatten gingen wir ab ins Zentrum und machten uns auf die Suche nach einem Jetboat Trip für Mike. Er war zwar etwas unentschlossen, aber dann ging alles plötzlich schnell und schon hatte er eine Schwimmweste an und befand sich im gelben Jetboat und ab gings hinaus auf den See und die beiden Flüsse. Was er unterwegs erlebt hat, müsst ihr ihn schon selbst fragen, denn ich blieb auf festem Boden und hab mich durch die Ladenstrassen von Queenstown geschlängelt und es mir anschliessend am Strand bequem gemacht :-) bevor ich dann den 360 in Ufernähe versuchte auf einem Bild festzuhalten. Zusammen sind wir dann auf Shoppingtour und haben unser Gepäck ein klein bisschen verschwert…


Mike & the Jetboat

Am zweiten Tag Queenstown sind wir dann mit der Gondel – beim Einsteigen bitte schön Lächeln für das Erinnerungsbild – auf die Skyline und haben den Blick auf Queenstown von oben genossen.  Damit wir aber noch bessere Sicht auf den Lake Wakatipu hatten sind wir noch auf dem Lomond Trail in die Höhe gewandert. Zuerst haben wir aber noch die beiden Rodelbahnen getestet, die eher wie eine Go-Kart-Downhill-Bahn war, aber flitzig war es allemal :-) Eines können die Neuseeländer aber noch von uns Schweizern lernen und zwar mehr Rundwanderwege zu erschaffen :-) denn es ist nicht immer so lustig, wenn man bereits beim Aufstieg weiss, wo es dann wieder runtergeht... Im Starbucks habe ich dann noch die Kundenfreundlichkeit getestet, indem mein voller Frappuccino in hohem Bogen das Weite suchte und ich die Überreste vom Boden aufwischen konnte. Glücklicherweise hatte der Starbucks-Typ bedauern mit mir und ich bekam gratis einen neuen Frappuccino :-) 

 Aussicht von der Skyline auf Queenstown

Am Donnerstagmorgen hiess es dann bereits um 7 Uhr aufstehen, da wir 333 km vor uns hatten… Das frühe Erwachen wurde mit einem wunderbaren Morgenrot und angenehmer Temperatur belohnt :-) So tuckerten wir dann mit unserem erholten FQT zum Fox Glacier. Unterwegs bestaunten wir einen Wasserfall, Regenwald, Meer und nervten uns ab den lästigen Sandflies, die uns die Pausen so richtig vermiesten… Dafür reichte dann aber die Zeit noch um zum Fox Glacier zu spazieren und zu staunen wie sich dieser extrem rasch verkleinert. Ist es in der Schweiz möglich auf einem Gletscher Treppen zu steigen, ohne Seil und Steigeisen sich fortzubewegen und dies alles erst noch in kurzen Hosen? In Neuseeland ist dies möglich mit den Guides mit überdimensionierten Pickeln ;-) 

 Fox Glacier

Und zum Abschluss des Tages sind wir noch um den Lake Matheson spaziert und wollten das bekannteste und berühmteste aller Bilder von Neuseeland auf unserer Kamera verewigen. Doch leider windete es und der See war nicht spiegelglatt, so dass sich der Mount Cook und der Mount Tasman nicht so super im See spiegelten, aber gute Bilder gab es trotzdem :-) Wir waren vor allem froh, dass wir überhaupt etwas sahen, denn als wir in Fox Glacier ankamen war es verhangen und die Berge waren kaum zu sehen und dann hat es für uns extra aufgehellt… Ja, denn als wir im Restaurant sassen haben sich die dunklen schweren Wolken vor die beiden Gipfel gesetzt und haben sich nicht mehr von der Stelle gerührt.

Lake Matheson mit Mount Tasman & Mount Cook

Am Freitag sind wir dann zuerst mit den Touristen durch die Steinwüste, welche der Franz Josef Glacier bei seinem Rückzug hinterlassen hat gewandert und haben die obligaten Fotos vom Gletscher geschossen. Es ist schon unglaublich wie bei diesen Temperaturen ein Gletscher überhaupt noch bestehen kann… Unser FQT in Zusammenarbeit mit Mike brachte uns dann sicher zu den Pancakes Rock und zu den Blowholes. Mike ist die kurvenreiche Küstenstrasse entlang gebraust wie ein Verrückter, da er ja nicht bei Ebbe dort sein wollte… Zum Glück, wir haben es geschafft und konnten doch noch ein paar Blows begutachten. Zwar war es für die richtig guten etwas zu wenig stürmig, aber einen Eindruck bekamen wir trotzdem :-) Ich sage euch, lasst nie etwas Essbares auf den Boden fallen wenn Seagulls in der Nähe sind, bzw. habt dann sicher nicht den Anstand es aufzuheben, denn dies führt zu einem Kampf mit den Seagulls. Wer hat diesen wohl gewonnen? Ich bestimmt nicht...
Unterwegs zum Arthur`s Pass haben wir an einem kleinen unscheinbaren See unseren FQT an den Strom angeschlossen und nicht schlecht gestaunt, als es am Ende bald mehr Motorboote als Autos auf dem Platz hatte. Der Lake Brunner hat sich als Wochenend-Destination der Neuseeländer entpuppt, wo sie ihre grossen Motoren ins Wasser stecken und über den See flitzen können.

Pancakes Rocks

Ja und heute Samstag sind wir dann über den Arthur`s Pass zurück an die Ostküste gefahren und haben mehr oder weniger direkt Kaikoura angesteuert. Die Kilometer sind nur so geflossen… Bevor wir es uns dann in unserem FQT gemütlich machten sind wir noch an die Beach zum Seals gucken. Tatsächlich haben wir einige faule Seals angetroffen, die sich gemütlich gesonnt und ausgeruht haben. Mike wurde dann noch zum Fotografen für ein Seals-Modell, das sich so richtig vor der Kamera räckelte…

Fotomodell Seal

 So und nun haben wir euch wohl wieder einmal genug zugetextet und hoffen irgendjemand hat zumindest eine Zeile gelesen oder ein Bildchen angeschaut, so dass sich unsere Investition ($ 5) fürs Internet gelohnt hat :-) 

Wir wünschen euch ein tolles erstes Märzwochenende :-)
Mike & Karin