Seit dem letzten Blogeintrag sind bereits wieder einige Tage
vergangen. Wir haben euch aber nicht vergessen :-) aber für Wi-Fi bezahlen, dazu konnten wir uns bisher
noch nicht durchringen und ausserdem waren wir unterwegs und waren am Abend
jeweils froh, wenn wir noch den nächsten Tag planen konnten bevor uns die Augen
bereits die Schlafenszeit ankündigte. Dies aber nicht etwa weil wir ein Jetlag
hatten, sondern weil das unterwegs Sein und die Wärme anstrengend sind…
Nun aber ganz von Anfang an. In Christchurch haben wir den
FQT in Empfang genommen und sind dann losgetuckert Richtung Mount Cook/ Aoraki.
Auf dem Weg zum Etappenziel Lake Tekapo – ein wunderbarer blauer See - haben
wir bereits etliche Schafe, Kühe und unterschiedlichste Landschaften
begutachten können. Wirklich wunderschön! Ah ja und einige Pässe haben wir auch
bereits hinter uns gebracht, obwohl ein Pass eher einem Hügel entspricht ;-)
FQT
Lake Tekapo
Am Mittwoch sind wir dann am wunderbaren Lake Pukaki vorbei
ins Mount Cook Village bzw. auf den Camping dort in der Nähe gefahren.
Unterwegs haben wir die vielen flachgedrückten Häschen betrauert, die nun keine
Ostereier mehr verstecken können. Bereits am Nachmittag haben wir dann die
Trekkingschuhe gebunden und uns auf den Hooker Valley Track begeben. Die
Wanderung führte uns über zwei Hängebrücken, durch mannigfaltige Pflanzenwelt
und über Holzstege - damit die Natur nicht durch unsere Fussspuren verunreinigt
wird. Bei der ersten Hängebrücke kann man den Gletschersee und die Moränen des
Mueller Glaciers bewundern und ab etwa der Hälfte des Tracks erhascht man dann
bereits einen Blick auf den berühmten Mount Cook/ Aoraki. Sogar bei den Wanderern
herrscht hier Linksverkehr ;-) Die dritte Hängebrücke ist zurzeit gerade in
Konstruktion und so nahmen wir den bisherigen Weg. Kurz danach standen wir vor
dem See und dem Gletscher. Na ja, also was vom Gletscher noch übrig ist. Wie
auch bei uns sind die Gletscher hier vom Gletscherschwund betroffen und werden
von Jahr zu Jahr kleiner.
Nach etwas mehr als drei Stunden waren wir bereits wieder
zurück auf dem Camping und entschieden uns auch noch zum KEA Point zu gehen und
die Aussicht von dort zu geniessen. Der KEA Point bietet die Sicht auf die
Abbruchkante der Moräne des Mueller-Gletschers und dessen Gletschersee.
Blick auf den Aoraki
Am Donnerstag ging es bereits weiter Richtung Dunedin.
Unterwegs haben wir die Clay Cliffs, den Staudamm des Lake Benmore, die Takiroa
(Sandsteinfelsen mit Maori-Malereien) und zu guter Letzt die Moeraki Boulders
bewundert. Diese Boulders befinden sich am Meer und so konnten wir zum ersten
Mal am Strand entlang spazieren und diese speziellen Hügel bewundern, die sich
auf den Weg ins Meer machen und sich dann durch das Salzwasser auflösen. Der
Camping in Waikouaiti war dann etwas speziell und die Nacht A…. kalt.
Aber wir haben ohne Frostbeulen überlebt und sind dann am
nächsten Tag der Southern Scenic Route in Richtung Invercargill gefolgt. Der
Abstecher auf die Otago Peninsula war kurvenreich, die Albatrosse kann man aber
nur im Reservat bewundern, dessen Eintritt uns zu teuer war, die Pinguine sind
nur abends vor Ort und die Seelöwen, Robben etc. waren dort, aber leider etwas
weit unten, denn wir standen auf der Klippe… Unser leieber FQT hat also super
Bremsen bzw. Mike`s Reaktion war einwandfrei! Mitten auf einer geraden Strasse
bei 100 km/h hat das dritte Auto vor uns plötzlich gebremst um abzubiegen. Ihr
könnt euch ja vorstellen, wie die nachfolgenden Autos auf die Bremsen getreten
sind und da einer rechts, einer links und wir dann wieder rechts ausgewichen
sind konnte ein Crash verhindert werden, der „Chlupf“ sass aber. Unser nächstes
Ziel der Nugget Point war dann einfach nur WOW und die Purakaunui Falls wären
wohl auch eindrücklicher, wenn es mehr Wasser gehabt hätte – aber wir wollen
uns ja über das schöne Wetter nicht beklagen :-) Den Tag, an dem wir unseren FQT über ungeplasterte
Strassen sozusagen durch das Nichts führten
haben wir mit der Besichtigung der Cathedral Caves abgerundet, da wir
genau richtig zur Ebbe vor Ort waren. Das Wasser hat hier ein Loch in den Fels
gegraben und da bei Flut die Caves umspült werden, kann man an den Felsen dann
auch das wirkliche Leben des Meeres beobachten.
Nugget Point
Und ja dann heute Samstag sind wir zuerst zu den Mc Lean
Falls zu denen man durch neuseeländischen Urwald gelangt und obwohl es seit
einigen Tagen nicht geregnet hat konnten wir einen wunderschönen Wasserfall
bestaunen. In Waikawa haben wir dann den versteinerten Wald aus der Jurazeit
bewundert, der bei Ebbe sichtbar wird. Leider verpassten wir auch hier die
Pinguine, da diese ja tagsüber am fischen sind, aber alles kann man eben nicht
haben. Danach gingen wir dann mehr oder weniger direkt vom südlichsten Teil
Neuseelands wieder Richtung Norden, das heisst unserem Ziel Fiordland entgegen.
Für Morgen haben wir eine Cruise zu den Doubtful Sounds gebucht und hoffen
jetzt ganz fest auf sonniges Wetter, damit wir auch 100% profitieren können.
Versteinertes Holz
Ja und dies war auch schon unsere erste Woche der Reise. Den
FQT hegen und pflegen wir, so dass er uns hoffentlich immer wohlgesinnter wird
und mich nachts die Tür öffnen lässt (geht nur elektronisch) für aufs Klo und
abends spät nicht mehr Alarm schlägt, wenn die Türe geöffnet wird :-)
Es ist eben ein sich aneinander gewöhnen…
Leider
gibts nun weniger Fotos als beabsichtigt, aber wir haben den Blog nicht
geknackt. Er will leider Hochformat-Bildchen nicht als solche anzeigen... Mal sehen, vielleicht gelingt es uns ja noch und wir werden Herr
über unseren Blog :-)
So, nun wünschen wir euch ein wundertolles Wochenende und
bis zum nächsten Blogeintrag :-)
Mike & Karin
Mike & Karin